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Windlichter

Montessori Kinderladen Hohen Neuendorf

Pädagogik

"Kindernest"

Pädagogischer Rahmen für Kinder unter 3 Jahren

Der wichtigste Ort für das Aufwachsen und die Erziehung des ganz kleinen Kindes war für Montessori und ist nach wie vor die Familie. Hier soll es Pflege und emotionale Zuwendung finden, aber auch hinreichende Gelegenheit zur „Welterfahrung” gemeinsam mit den Erwachsenen. Montessori hat gewarnt, das Kind „zum Gefangenen des Kinderzimmers” zu machen.

Nach Montessoris Rückkehr aus Indien wurden erste „Kindernester” nach Montessori-Prinzipien für Kleinstkinder von etwa 1 Jahr an eingerichtet.

In Nest und Spielgruppe stehen im Vordergrund:

  • Beobachten und Fördern der Bewegungen des Kleinkindes: Hand, Gleichgewicht, Laufen.
  • Pflege einer emotional stützenden, helfenden und Sicherheit gebenden Atmosphäre.
  • Schaffen einer ständigen und Anreize zu Tätigkeiten liefernden Umgebung mit Orientierungsfunktion. Deren äußere Ordnung soll die (erwartete) vom Kind selbst zu schaffende innere Ordnung prägen; sie soll zum Erkennen von Beziehungen führen.
  • Intensive Sprachförderung durch tägliches bewusstes Sprechen und Singen (auch mehrsprachig) korrespondierend zum Hören des Kindes und Zuhören der Erwachsenen.
  • Koordination von Bewegung, Orientierung und Sprache.

Durch Aktivität und Reaktivität der unbewussten Intelligenz („absorbierender Geist”) bei Erfahrungen und Auseinandersetzungen mit der Umgebung entwickeln sich grundlegende und weiterführende Potenzialitäten. Die spezifische Qualität dieser Umgebung hat dabei eine entscheidende Bedeutung.

Zur Frühförderung der Kinder U3 geeignet sind vor allem Spiele und Übungen, welche die Kinder ihre Umgebung mit allen Sinnen erfahren lassen.
Beginnend mit den Übungen des täglichen Lebens und dem Kennenlernen der Sinnesmaterialien, mit Bewegungsspielen und -Übungen zur Förderung der Grob- und Feinmotorik, Sprach- und Singspielen, über viel Erzählen, Vorlesen usw. bis zu Körperkontakten und der Nutzung von Sprache als Ausdrucksmittel emotionaler Zuwendung erlebt ein Kind im Montessori- Kinderladen bis zum Ende des 3. Lebensjahres und darüber hinaus im täglichen Miteinander die ganze Bandbreite der Sinneswahrnehmungen.
Das Kind wird dadurch reif, seine eigene Umgebung und den inneren Reichtum an Eindrücken, den sie ihm gegeben hat, neu zu entdecken und zu ordnen.

Die Übungen des täglichen Lebens

Die zentrale Rolle bei den Übungen des Täglichen Lebens spielen die Bewegung und die Arbeit des Kindes. Hier beginnt der rote Faden, der sich durch alle Material-, Entwicklungs- und Erziehungsbereiche bis zum Erwachsenendasein zieht. Die Produkt- oder Ergebnisseite oder die Frage kurzfristiger Effizienz steht hierbei überhaupt nicht zur Disposition. Der Wert der kindlichen Arbeit liegt im konzentrierten Handeln, trotz des scheinbar spielerischen Charakters.

Beispiele

  1. Die Pflege der eigenen Person
    • Die Rahmen mit Verschlüssen
    • Hände waschen
    • Schuhe putzen
  2. Die Pflege der Umgebung
    • Abstauben
    • Metall putzen
    • Blumen schneiden und pflegen
    • Tisch decken
    • Tisch abwaschen
  3. Die Übungen der Stille
    • Empfinden von Stille
  4. Die Präzision der Bewegungen
    • Gehen auf der Linie
    • Wasser gießen
    • Reis schütten
    • Falten von Servietten
  5. Äußere Formen gesellschaftlicher Beziehungen/Umgangsformen

Die Montessori-Übungen werden ergänzt durch weitere Übungen und Spiele zur

  • Sinneswahrnehmung
  • Feinmotorik
  • Grobmotorik
  • Sprachentwicklung
  • Musik
  • zum Sozialen Leben
Windlichter gGmbH
Hochlandstr. 25
16540 Hohen Neuendorf

Öffnungszeiten:
Mo - Fr: 7.30 Uhr - 16.30 Uhr

Kontakt:
Tel.: 03303 401763
Email: sigrid.kraemer@windlichter-kita.de